Black Sea Dahu
Euphoria Tour 2026
Black Sea Dahu zu hören ist wie barfuß in einem Gewitter zu stehen – völlig ungeschützt, aber zutiefst lebendig. Es ist ein Aufbrechen in Echtzeit, und Gefühle steigen auf wie Rauch aus einem frisch entfachten Feuer.
Angeführt von Janine Cathrein, Songwriterin und Lead, erschafft die Band eine eigene Welt. Sie haben nie den geebneten Weg gewählt und das werden sie auch nie tun. Sie sind ein Kollektiv, sie sind Familie und tragen Trost wie eine Seelenheilerin von Ort zu Ort. Black Sea Dahu sind bekannt für ihre Lieder, die gleichzeitig zerbrechlich und kraftvoll sind.
Mit ihrem kommenden Album Everything (Vö 20.02.2026) am Horizont graben Black Sea Dahu noch tiefer. Nicht, um sich neu zu erfinden, sondern um mehr von dem zu zeigen, was immer schon da war: ein inneres Beben, eine ruhige Hand, die Bereitschaft, sich verwundbar zu machen. Musik, die einen dort abholt, wo man wirklich ist. Das neue Material entstand aus einer Welle der Trauer: dem Verlust von Janines Vater und dem Schwindel, in einer Welt zu leben, die mit sich selbst ringt. Es spricht von Tod und Verwandlung, von der Suche nach dem eigenen Kern, vom Tragen innerer Last und von Magie. In ihrer ersten Single „One Day Will Be All I Have“ singt Cathrein nicht nur über Verlust, sondern aus ihm heraus. Trauer ist hier eine Textur, eine Frequenz. Janines Stimme, zerbrechlich und zugleich unbeirrbar, fließt wie eine Gezeitenströmung über handgeschnitzte und filmische Arrangements. Jeder Ton erzählt eine Geschichte von Widerstandskraft und dieser einzigartigen emotionaler Klarheit, die nur durch gelebte Erfahrung entsteht. Ein leuchtendes Zeugnis der Trauer, das wie eine Welle über dich kommt: stetig, ruhig, seelengetragen. Das ist keine Musik, um zu beeindrucken. Es ist Musik, um zu überleben. „Nur in der Musik schaffe ich es zu sitzen mit Trauer, mit dieser Trauer, ohne verrückt zu werden“ – Janine
Genres engen ein und Black Sea Dahu waren nie dafür gemacht. Von ihren Anfängen als JOSH mit The Kids of the Sun (2012) und Kingdom North (2014), über das tiefgründige Debüt White Creatures (2018), bis hin zu No Fire in the Sand (2019), dem cineastischen I Am My Mother (2022) und der darauffolgenden Orbit EP – die Band geht ihren eigenen Weg, jenseits der Genre-Grenzen. Ihre Musik – oft als Indie-Folk, Chamber Pop und Art Rock beschrieben – ist mehr als das. Ihre Songs sind wie handgewebte Teppiche: eine emotionale Landschaft, in der Melodien sich wie Kurzfilme entfalten, jeder Song ein Moment der Introspektion.
Im Mittelpunkt steht Janine Cathrein, eine Kraft, deren Stimme Welten trägt. Die Lieder, die sie schreibt, schmücken den Schmerz nicht. Sie setzen sich mit ihm auseinander, konfrontieren ihn und verwandeln ihn in etwas fast Schönes. Ihre Texte sind roh und doch fein geformt, poetisch ohne Kitsch, introspektiv ohne Rückzug. Keine Masken, kein Pathos. Sie erzählen von dem, was zwischen Menschen bricht oder verloren geht, dem Schmerz der Liebe, wenn sie sich dehnt oder entgleitet, dem schmalen Grat zwischen Ich und Du, dem langsamen Glühen der Trauer und den zarten Umrissen der Hoffnung. Doch all dem wohnt auch eine stille Kraft inne: der Versuch, das innere Unwetter in Worte zu fassen, und ihm so die Wucht zu nehmen.
Black Sea Dahu sind immer schon ein eng verbundenes Kollektiv: Geschwister, Freunde. Für Everything kam die ganze Bande zusammen: Janine, Vera, Pascal, Ramon, Alon, Paul, Simon und Nick. Langjähriger Freund und Wegbegleiter Gavin Gardiner war ebenfalls Teil des kreativen Prozesses, und die Arrangements für Streich-, Blech- und Holzblasinstrumente entstanden in enger Zusammenarbeit zwischen Janine, Janos Mijnssen und Gina Été.
Seit ihrem Debüt verfolgen Black Sea Dahu einen kompromisslosen Weg: Tiefe statt Tempo, Nähe statt Spektakel. Ihre Konzerte, ob in ausverkauften Clubs oder auf berauschenden Festivalbühnen, sind kollektive Atemzüge. Sie haben von Berlin bis Paris, von London bis Zürich gespielt und sich zu einer der berührendsten Livebands Europas entwickelt. Touren ist für Black Sea Dahu nicht nur ein Job, es ist eine Entdeckungsreise. Ein nächtliches Ritual. Ein Weg, den kollektiven Schmerz in Katharsis zu verwandeln. Sie haben zahlreiche Bühnen in Europa bespielt und wurden zu Festivals wie Reeperbahn (2018/2022), The Great Escape (2019), m4music (2019), MaMA (2019), Eurosonic (2020) und dem Montreux Jazz Festival (2024) u.v.m eingeladen. Sie haben mit Künstler*innen wie Ben Howard, José González, Lucy Rose, Agnes Obel, Dermot Kennedy und Sophie Hunger die Bühne geteilt und wurden mit Größen wie Jeff Buckley, Big Thief, Phoebe Bridgers, Bon Iver und Radiohead verglichen – und doch: eigentlich klingen sie nur wie sie selbst.
2024 veröffentlichte die Band ihr erstes Live-Album LIVE in Zürich und Bern, das in Zusammenarbeit mit dem Streichquartett Amour sur Mars entstanden ist. Was als einmaliges Projekt begann, ist inzwischen zu einer engen Kollaboration geworden. In diesem Jahr gehen sie gemeinsam auf Tour, und Amour sur Mars wird auch auf ihrem kommenden Album Everything zu hören sein. Black Sea Dahu tourt, um Verbindung zu schaffen. Und was sie jedes Mal auf die Bühne bringen, ist eine Präsenz, die man nicht vergisst. Es ist diese Ausstrahlung, die ihnen ein treues Publikum verschafft hat – Menschen, die die Kunst zu schätzen wissen, sowohl Licht als auch Schatten in einem Atemzug zu halten.
Mit Everything zeigen sie einmal mehr, was sie ausmacht: Eine Band, die sich nicht von oberflächlichen Erwartungen treiben lässt, sondern nach dem sucht, was wirklich zählt – Musik, die sich nicht versteckt und Worte findet für das, was oft sprachlos bleibt.
Präsentiert von radioeins (rbb)
